Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen

Seit Wochen kursiert das Coronavirus in Deutschland. Eine dynamische Lage die täglich eine neue Risikoanalyse erfordert, um so adäquat darauf reagieren zu können. Wir alle stehen vor neuen Aufgaben und Herausforderungen. Große Teile unseres (Zusammen)Lebens werden hiervon beeinflusst und erfordern eine neue, eine andere Blickweise. So kommen viele Fragen auf: Was ist dieses Virus eigentlich? Wie schütz man sich? Wie geht es weiter? Bei all diesen Fragen sind wir auf Expertenwissen angewiesen. Sei es aus politischer, wirtschaftlicher, epidemiologischer oder virologischer Sicht. Wir müssen diesen Experten unser Vertrauen schenken und deren Hinweisen und Empfehlungen folgen, um diese Krise zu überstehen und unseren Teil zu #flattenthecurve beizutragen.

Aber was heißt das für die Feuerwehr, den Ausbildungs- und Übungsbetrieb, für die Kameradschaft und vor allem für den Einsatzdienst? Was läuft seither bei eurer Feuerwehr Pfullingen anders?

Bereits Anfang März haben wir unseren Ausbildungs- und Übungsdienst vollständig eingestellt. Darauf folgten sukzessive weitere Maßnahmen. Arbeiten in unseren Werkstätten werden auf das notwendige Minimum reduziert und beschränken sich auf das aufrecht erhalten der Einsatzbereitschaft. Unsere Alarm- und Ausrückeordnung wurde angepasst und bei entsprechenden Einsatzstichworten um Sonderfahrzeuge wie den Gerätewagen Messtechnik, für eventuell benötigte Schutzausrüstung, ergänzt. Unsere Löschgruppenfahrzeuge rücken nur noch in Staffelstärke aus, um auch hier den nötigen Abstand gewährleisten zu können. Nach jedem Einsatz werden alle Fahrzeuge im Freien bestückt, was der Durchlüftung dient und anschließend desinfiziert. Besprechungen finden in virtueller Form statt, die Feuerwehrführung teilt sich den Einsatzleitungs- und Führungsdienst in Tag- und Nachtschichten auf, um den Kontakt unserer Führungskräfte zu vermeiden, damit eine ständige Einsatzbereitschaft gewehrleistet werden kann. Durch das Amt für öffentliche Ordnung wurde allen städtischen Mitarbeitern sowie der Feuerwehr ein Mundschutz zur Verfügung gestellt.

Für uns als Feuerwehr sind dies weitreichende Maßnahmen, für deren Umsetzung sich alle Feuerwehangehörigen vorbildlich einsetzen. Auch im Privaten Bereich schränken wir uns ein, um für euch fit zu bleiben und unseren Dienst am Nächsten sicher stellen zu können. Wie lange diese Maßnahmen aufrechterhalten werden müssen, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen. Wir tragen mit diesen Maßnahmen dazu bei, unser Gesundheitssystem nicht zu belasten und allen die Hilfe benötigen, diese zu kommen zu lassen. Nie war das Motto der Feuerwehr „Einer für alle und alle für einen“ passender. Auch die Kameradschaft ist ein wichtiger Teil der Feuerwehrfamilie. So nutzen auch wir Möglichkeiten des virtuellen Treffens, um in Kontakt zu bleiben und Neuigkeiten auszutauschen. So üben wir auch in diesen Zeiten unser mit ABSTAND liebstes Hobby weiter aus und nutzen die Zeit, um Dinge zu erledigen die schon lange auf unserer To-Do-Liste stehen. Wenn nicht jetzt wann dann? Formulare überarbeiten, organisatorisches erledigen und die Zeit danach vorbereiten eben alles was auch wir im Home Office erledigen können.



Danke an alle, die egal in welcher Form, ihren Teil dazu beitragen diese schwere Zeit zu überstehen und trotz Abstand zusammenhalten. Die zeigen, dass wir gemeinsam stark sind und auch diese Herausforderung meistern werden. Bleibt gesund und bleibt zuhause!

Eure Feuerwehr Pfullingen

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